Sardinia - Trail 2024

 

100km / 4000Hm; an 3 einander folgenden Tagesetappen durch unterschiedliche Gegenden von Sardinien zu laufen… genau meine Art Urlaub zu machen…

Als ich mich zu diesem Lauf anmelde liege ich, schmerzgeplagt trotz hoher Morphindosen mit einem funktionsunfähigen rechten Arm frisch operiert im Krankenhaus. Übermüdet, meine derzeitige Situation nicht wahrhaben wollend, beschloss ich, dass ich ein Ziel brauchte. Und ja, um damit jetzt fertig zu werden musste es ein Ziel sein das schier unmöglich für mich zu erreichen war. Noch bevor ich mich selbst von meinem Wahnsinn überzeugen konnte, schaffte ich es mit meiner tolpatschigen linken Hand, mich anzumelden. Damit war klar, „ich musste so schnell wie möglich hier raus und wieder aktiv werden“.

Vollkommen unterschätzt habe ich die folgenden Monate. Und das Training hatte ich mir auch anders vorgestellt…beschäftigte mich doch am meisten meine Hand und von alleine außer Haus gehen war keine Rede. Geschweige von laufen. Begleitschutz und Hilfe war allseits erforderlich.

Deshalb fand ich mich 4 Monate später ziemlich entspannt auf Sardinien wieder… mehr in Urlaubs- als in Wettkampstimmung, einfach dankbar überhaupt laufen zu können.

Ich war überrascht, sollten nur 60 Teilnehmer sich der Herausforderung des Sardinia Trails stellen, davon 18 Frauen.

Das Briefing war kurz und deutlich: jeder erhält zur Sicherheit einen GPX-Track der Strecke. Es gibt auf jeder Etappe nur eine Labestation mit Wasser, Eistee, Cola, Bananen; Orangen und Mandeln.

Da schaust mal groß, angesichts der Tatsache dass in Österreich bei jedem  5km Straßenlauf eine Isolabe zu finden ist.

Groß schauten wir auch, als die markierten Routen mit den Gpx-Tracks nicht konform waren. Einmal folgten wir den Markierungen, die zu einem Abgrund führten – nur ein Anruf beim Veranstalter konnte Klarheit schaffen. Dass man vergessen hatte die falschen Markierungen abzunehmen blieb ohne Entschuldigung, genauso wie die verlorene Zeit einer doch beachtlichen Gruppe scheinbar keine Rolle spielte.

Markierungen… ein Thema für sich: weiße Plastikbänder am Boden von einem Stein bedeckt… ich fragte mich des öfteren, ob ich irgendwo das Wort „Orientierungslauf“ übersehen hätte. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl waren wir großteils allein unterwegs. Jedes Markierungsband oder Streckenposten sorgten für ein erleichtertes Aufatmen. Spätestens bei der 3. Etappe war stellte ich infrage, ob der Organisator des Rennens die Strecke überhaupt kannte. Beim Briefing war von steilen Schluchten und Passagen die Rede, welche wir Laufer nie passierten.

Die Busse, welche uns zu den Startpunkten bzw. vom Ziel wieder ins Hotel zurück brachten, bekämen bei uns weder Pickerl noch Transporterlaubnis. Damit muss wohl der Husten zusammenhängen, der sich bei mir bemerkbar machte.

Die Trails: ja… hier wird sich niemand über langweilige Schotterwege beschweren. Es wurde uns kein Meter geschenkt, harter steiniger Untergrund forderte volle Aufmerksamkeit, von Disteln umzingelte Steige, hohe Stufen, gelegentlich ein Tierskelett passierend war alles dabei, was ein Trailrunnerherz höher schlagen lässt.

Ich bin ausgestiegen mit vielen Blasen und Kratzern, einem geschwollenen blutunterlaufenem Knöchel und harten Oberschenkeln. Von den 18 Damen konnte ich Platz 4 erlaufen, nach insgesamt 13.43 Std.

Der Sieg ging bei den Damen bereits das 3. Mal an Ewa Majer (POL) und bei den Herren an Porubcan Pavol (SVK).

 

Komme ich wieder? Wohl eher nicht… für die stolze Startgebühr von 450€ hätte ich mir in einigen Belangen mehr erwartet.        

                                                                                                          Antonia

Ergebnisse:

05.05. St. Pauler Rabenstein Berglauf

Da der Rabensteinberglauf heuer im Berglaufkalender zeitlich etwas weiter vorn gereiht ist, waren die Temperaturen heute nicht ganz so hoch wie bei den Veranstaltungen der letzten Jahre. Dennoch war der Eindruck sehr sommerlich.

 

Meinen neuesten Vorsätzen entsprechend, wollte ich nicht übermäßig riskant laufen, teilte meine Kräfte gut ein und lief ein solides Rennen auf den fünften Platz (AK 2.). Platz eins ging an Mario Poinsitt vor Hannes Kitz und Christoph Gutsche.

Am Start war auch Gerda. Sie holte sich den neunten Platz bei den Damen und damit den ersten in ihrer Altersklasse. 

                                                                                     Martin

Ergebnisse
Ergebnisse 20. St. Pauler Rabenstein Ber
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Ergebnisse:

1. M. Poinsitt 50:44                     1. S. Streit 58:17

2. H. Kitz 51:03                          2. L. Kues 59:39

3. Ch. Gutsche 52:28                  3. U. Striednig 1:02:39

5. M. Griesner 54:16 (AK 2.)    9. G. Nissler 1:17:35 (AK 1.)

AK M/W 40
AK M/W 40

01.05. Reißkofellauf

Mit 400Hm auf 5km bot der Reißkofellauf eine gute Gelegenheit für einen Testlauf zu Beginn der heurigen Wettkampfsaison.

Super motiviert startete ich mit zu hohem Tempo und musste nach etwas mehr als 2km Josef Dißlbacher ziehen lassen, der sich den Tagessieg holte, gefolgt von Bernd Oberluggauer, der mich auch noch einholen konnte. Schließlich lief ich als Dritter und Erster meiner Altersklasse mit einer Zeit von 26:48min ins Ziel - mehr als eineinhalb Minuten über meiner Zeit vom Vorjahr. 

Wie's ausschaut, sollte ich vor den Meisterschaften im Juni noch ein paar Extra-Trainingseinheiten einlegen und auch der Taktik mehr Beachtung schenken ;)

                                                                                Martin

Ergebnisse: 

1. J. Dißlbacher 26:05                    1. C. Brandstätter 34:07

2. B. Oberluggauer 26:30               2. E. Starz 35:35

3. M. Griesner (AK 1.) 26:48       3. T. Sommeregger 35:36

Ergebnisse MW
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Ergebnisse AK Teil 1
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Ergebnisse AK Teil 2
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Siegerehrung der Altersklasse M40
Siegerehrung der Altersklasse M40

28.04.2024 UTVV

 

 

Auch heuer wieder startete ich beim Ultra Trail Vipava Valley im slowenischen Vipavatal.

Unter den möglichen Distanzen (165km, 110km, 60km, 30km, 15km) entschied ich mich auch heuer wieder für die 30km mit 1650 Hm.

Durch den Neuschnee der Tage zuvor und gesunkenden  Temperaturen wurde die Auswahl der Kleidung und der untergrund zur Herausforderung.

Ich war zufrieden, nach 4:38 Std, als 8. in meiner AK und insgesamt 20. von 241 Frauen, einzulaufen.

Sehr gefreut hab ich mich am Start Michaela Wolfahrt zu treffen. In diesem Sinne gratuliere ich ihr herzlich zum gelungenen Lauf!!!                                                  Antonia

 

Ergebnisse:

8.3. Tarvisio Vertical Monte Lussari (World Sky Snow Champs)

Schön langsam gehts wieder ans Training für die Berglaufsaison 2024 und Martin und ich wollten uns die Weltmeisterschaften vor der Haustüre in dieser Randsportart (Pistenberglauf mit Stöcke) nicht entgehen lassen. Die Strecke verläuft die Piste von der Talstation in Tarvis bis zum Gipfelkreuz des Monte Lussari (3,6 km / 974 hm). Die Anfahrt verlief nicht gerade reibungslos mit Stau in Ossiach und einer Polizeikontrolle in Tarvis. Beim Start erwartete uns ungemütliches nasskaltes Wetter. Aufgrund der Leistungsdichte stellten wir uns weiter hinten auf, was sich aber im Nachhinein als Fehler erwies und Zeit kostete. Nach den ersten 150 hm schätzte ich mich ca. auf 50. Stelle, aber da hatten einige bereits ihr Pulver verschossen und so lief/ging ich mit einer kleine Gruppe bis ans Ende, wo ich als 13. ankam. Dieses Ergebnis hatte ich aufgrund des derzeitigen Trainingsstands und des nicht gewohnten Umgangs mit Stöcken so nicht erwartet und deshalb bin ich erfreut über die gute Ausgangsbasis für den Sommer. Etwas Besonderes hatte der Abschnitt durchs Bergdorf bis auf den Gipfel mit vielen Fans und lauten Anfeuerungsrufen. Martin teilte sich das Rennen gut ein und sicherte sich den 62. Platz (AK20).

Beeindruckend die Leistung von Christoph Hochenwarter, der bestätigte, dass er zurzeit zur Weltspitze gehört. Eigenartig war, dass so viele Spitzenathleten nicht abliefern konnten.

Danke an Antonia für die Unterstützung.

 

1. Christoph Hochenwarter: 34:47

2. Tadei Pivk: 36:04

3. Diego Diaz Ortega: 36:54

13. Sebastian Steindl: 41:25

62. Martin Griesner: 52:20 (AK20)

 

Ergebnisse

17.2. Stubeck Skitourlauf

Spät aber doch der Einstieg in die heurige Skitourenrennsaison beim Maltataler Tourenlauf von der Frido-Kordon-Hütte auf’s Stubeck (~4km, 700hm); das Ergebnis dafür dann umso erfreulicher – gleich beim ersten Wettkampf im heurigen Jahr der erste Tagessieg (und bezgl. Erfolgsstatistik ein kleines Jubiläum noch dazu – zum 30’ten Mal  ein Skitourenrennen (overall) gewonnen) 😊

 

Weniger erfreulich die generelle Situation im Skitourenrennsport; Absagen über Absagen (und das nicht immer nur witterungsbedingt)  im gesamten Alpenraum, in Kärnten die Lage noch trister, der Stubeck-Lauf überhaupt die einzige Startmöglichkeit in einem Bundesland, welches eigentlich die idealen Voraussetzungen für diese Disziplin bieten würde;  und hätte man mit der Aufnahme ins olympische Programm (mit sehr abgespeckten  „Showbewerben“ zwar – aber immerhin) einen Impuls im Nachwuchsbereich erwartet – vergeblich – bei Jugendbewerben die totale Flaute - schon die Teilnahme reicht da meist um zu „Meisterehren“ zu erlangen..mühselig zu erwähnen, das Landesmeisterschaften fast komplett untergehen – in Kärnten gibt es schon seit Jahren gar keine mehr (der zuständige Landesreferent quasi nur am Papier vorhanden) 

 

                                                                                        -Niklas

Wir wünschen allen Athleten und Veranstaltern alles Gute und tolle Erfolge für 2024.

Ein Dankeschön an alle Sponsoren des Sportes.