Februar 2014 Myanmar das Land der Herzlichkeit

Kurzerhand entschlossen wir, Sabine Romy und ich, uns für 12 Tage Myanmar vormals Burma bzw. Birma zu bereisen. Wir lasen uns in Reiseführer ein freuten uns auf ein Land dem Massentourismus und "Wohlstandsgesellschaft" ein Fremdwort sind.

Vorweg, das Land sprengte unsere Vorstellungen in vielerlei Hinsichten.

Wir landeten in Yangon (Rangoon) einer Stadt die an die 5 Millionen Einwohner zählt. Das Land ist etwa 8 x so groß wie Österreich und hat ca. 54 Mil. EW. Es gibt an die 140ig Ethien, das im ersten Augenblick an eine etwas angespanntere Stimmung glauben läßt.

Buddhismus ist mit fast 90% die Hauptreligion dieses Landes.

Wir bereisten in der kurzen Zeit nur einen kleinen Teil im Süden des Landes.

Die Menschen waren alle trotz teilweiser bitterer Armut zufrieden und freundlich.

Das Bereisen des Landes gestaltet sich teilweise etwas schwierig, da die Infrastruktur weit hinter europäischem Standard liegt und viele Wege nur mit einem Moped bzw. zu Fuß zu erreichen waren.

Das Essen war auch für uns verträglich und die Unterbringrung in div. Hotels bzw. Ferienanlagen zufriedenstellend. Natürlich kann man die Standards mit unseren Hotels bzw. Restaurants nicht vergleichen. Der Strom wurde immer zwischen Mitternacht und 18.00 Uhr Abends abgeschaltet. Wenn ein Hotel bzw. Anlage über ein eigenes Stromaggregat verfügte hatte man Glück.

Buddhisten dürfen keine Tiere töten, aber Essen durften sie alles. Wir konnten den Fischern zusehen und waren nicht schlecht erstaunt, das sie ihre Fänge (vorwiegend per Hand - Netze auswerfen) am Strand in den Sand warfen und warteten bis die Fische erstickten.

Genaugenommen auch nicht die feinste Art ein Tier vom Diesseits ins Jenseits zu befördern.

Das Land ist Sicher und die Menschen wie gesagt sehr freundlich. Die Wassertemperatur des Meeres betrug etwa 27° und die der Luft etwa 25 - 35°.

Im Juni bis August herrscht Regenzeit und viele Landstriche sind von der Aussenwelt abgeschnitten.

Wir waren einige Tage am Ngwe Beach - ein Strand der 13 Km lang ist und etwa 100 Meter Breite aufweist. Obwohl einige dutzend Feriendomizile verstreut waren (keine Hotelburgen), sind nur sehr wenige Touristen dort anzutreffen und man hatte manchmal den Eindruck ein Robinson Crusoe zu sein.

Das Essen bei diversen Lokalen bzw. Straßenhändlern in der 5 Km entfernten Kleinstadt (eine Straße) endete nie mit Durchfall bzw. Erbrechen, war geschmacklich gut und kostete für uns ungewöhnliche 75 Cent bis max. 1,3 Euro.

Bedenkt man das eine Arbeitskraft im Service etwa 48 Euro im Monat verdient und von 06.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr 7 x in der Woche arbeitet...ist für diese das Leben nach unseren Gewohnheiten unvorstellbar.

Es Wohnen viele Menschen, bis zu 20ig an der Zahl, unter einem Dach, ein Heustadel ist bei uns oft besser ausgestattet als diese einfachen Holzbauten. Viele junge Mensche bzw. ganze Familien leben auf der Straße.

Die meisten der Ärmsten haben jedoch einen großen Schatz - Freundlichkeit u. Herzlichkeit!

Die uns zivilisierten Europäern schon lange abhanden gekommen ist.

Erwin 

 

 

 

Weitere Infos und Bilder folgen..