Gefährlicher Mangel bei Klettersteigsets entdeckt

Symbolfoto, bei der Firma Petzl gab es keine Beanstandung!!
Symbolfoto, bei der Firma Petzl gab es keine Beanstandung!!

Bericht von www.alpenverein.at

 

Durch Untersuchungen, die in Verbindung mit einem tödlichen Unfall an einem Klettersteig in Tirol Anfang August stehen, wurde ein gefährlicher Mangel bei Klettersteigsets entdeckt. Betroffen davon ist nicht nur das „Unfall-Modell“, sondern auch einige weitere Klettersteigsets mit so genannten elastischen Ästen. Diese Äste (Lastarme) verbinden den am Klettergurt befestigten Fangstoßdämpfer mit den zwei Karabinern, welche im Stahlseil des Klettersteiges zur Absturzsicherung eingehängt werden. Die Alpenvereine OeAV, DAV, SAC und AVS sowie das Kuratorium für Alpine Sicherheit rufen alle Klettersteiggeher auf, Sets mit elastischen Ästen nur dann zu benutzen, wenn sie in der unten stehenden Tabelle als „nicht betroffen“ aufgeführt sind.

 

mehr dazu auf 

http://www.alpenverein.at/portal/news/aktuelle_news/2012_08_30_klettersteigsets.php

 

Günter

31.08.2012

 

Ein Gedanke...

Berge, das Wort darf man sich getrost auf der Zunge zergehen lassen. Sie sind nicht nur von unten sehr schön anzusehen, nein sie bieten den Menschen Naturverbundenheit, die man im "Flachland" wohl nur schwer finden kann. Ich selbst bin ein Angsthase und doch empfinde ich das Wandern und Klettern in versicherten Wänden nicht nur eine Herausforderung sondern auch eine willkommene Abwechslung vom Alltag und man kann sich dabei so richtig entspannen.

Oft hört man von schweren bzw. tödlichen Unfällen, die dieser schöne Freizeitsport fordert. Gewiss wird man das Risiko niemals ganz ausschalten können, die Technik jedoch verleitet Menschen die dort oben nichts zu suchen haben, höhere Wagnisse einzugehen. Selbstüberschätzung und mangelnde Kondition zählen gewiss zu den gefährlichsten Wegbegleitern in den Bergen. Ein Wettersturz gefolgt mit Blitzschlägen (Klettersteige werden dann sehr gefährlich) Schneefälle, Lawinen und Temperaturstürze fordern wohl sehr hohen Blutzoll und da werden richtige Berggämsen auch nicht verschont.

Wußten sie das in Südamerika 1962 am Huascaran durch eine Lawine mehr als 4.000 Menschen in einer Stadt ("Flachland") zu tode kamen?

Oder im 1. Weltkrieg 1916 ca. 10.000 Männer unter Lawinen in den karnischen Bergen ihr Leben lassen mußten?

Fehlerhaftes Material das zu tödlichen Bergunfällen führt ist wohl verschwindend klein.

An dieser Stelle möchte ich nur zwei mir sehr liebe Bekannte erwähnen, die kürzlich auf Klettersteigen ihr Leben lassen mußten, einer war angeseilt und stürzte mit seiner Kletterpartnerin zu tode, und der zweite, ein sehr netter Arbeitskollge war ungesichert ebenfalls bei einer Klettertour in den Tod gestürzt.

Auch wenn der Mensch niemals einen Fuß in die Berge setzt, werden diese immer wieder das Schicksal der Menschen beeinflussen.

Man kann das Blatt wenden wie man will, für die Hinterbliebenen eine Tragödie und die Rettungskräfte sind bei ihren unentgeltlichen Bergungen oftmals ebenso in Lebensgefahr.

Die Verunglückten waren durchwegs mit Leidenschaft und Liebe ihrem Hobby verfallen...

Sabine