Juli 2011 Laufbahneklat findet kein Ende

Die Klagenfurter (Kärntner) Leichtathleten warten seit 30ig Jahren auf ein neues Stadion um ihr Training und internationale Wettkämpfe darin zu absolvieren. Jahrzehntelang liefen die Athleten auf einem Fleckerlteppich. Vor etwas mehr als 4 Jahren - damals wurde der Schandfleckerlteppich dem Fußballstadion geopfert, stand die Leichtathletik in Klagenfurt am Rande des aus.

Endlich war es soweit und die Kärntner sollten ein sehr modernes Stadion erhalten. Jetzt wurde bekannt, das dieses Stadion um sage und schreibe 5 cm zu kurz geraten ist und dadurch wieder keine internationalen Wettkämpfe ausgetragen werden könnten. Diese 5 cm wären in %ten ausgedrückt 0,0125 % um sich über deren Länge ein Bild zu verschaffen würde das auf einer 10 Km langen Geraden 1,25 Meter ausmachen - wirklich zum Staunen! Kurzerhand entschloß man sich, die fehlenden 5 cm reinzuflicken - ob der Pfusch gelingen wird, werden die -° der nächsten Winter zeigen.

Um das Laufoval vor Abnützung zu schützen, wäre es ratsam nur einen oder vielleicht zwei Vereine darauf zu trainieren zu lassen...

Dieser unpersönliche Sport, im Stadion Runden zu laufen, ist eine elitäre Angelegenheit, bei der es um Zentimeter und Zeit geht, eine Person wird an Zahlen gemessen, die keine Abweichungen duldet und es zählt nur was auf der Anzeigetafel aufscheint. Trotzdem bewundere ich die Ausdauer und Zähigkeit einiger unverdrossener die in ihrer eintönigen kurzen Sportkarriere tausende Runden gegen eine erbarmungslose Uhr liefen (wie z. B. Betina German).

Erwin

 

KLV Verbandstagung Jänner 2011

Am 21.01 wurde die Verbandstagung abgehalten.

Themen

1 Verbandserhöhung

2 Förderungsrichtlinen

3 Verwendung von angekauften LA-Materialien

4 meine Einsparungsvorschläge

In meinen Augen ein beschämendes Schauspiel. Die Verbandsgebühr wurde nicht einstimmig von 109 Euro auf 150 Euro erhöht, das sind 46% an Mehraufwendung! Was mich noch mehr verwunderte war der Umstand, das die restlichen Vereinsvertreter bis auf 5 Ausnahmen wie die Schafe auf ihren Sesseln klebten und dem unverschämten treiben des vorsitzenden "Altpräsidenten" nicht mal mit einer Gegenstimme einhalt geboten!

Geködert wurden die armen "Vertreter" mit der Versprechung, das durch die Mehreinnahmen alle Vereine finanziell profitieren würden! Welch tolle Lüge!

Eine genaue Aufschlüsselung der Ein- und Ausgaben wurde bei der Kassaprüfung in Kurzfassung erwähnt und ein Einblick in dessen Aufstellung wurden mir nur für Bruchteile eines Momentes gewährt!

Ca. 50.000 Euro hat der Verband zur Verfügung. 12.000 werden an förderungswürdige Athleten ausgeschüttet (auf das Thema komme ich ebenfalls noch zu sprechen). Dagegen stehen Telefonkosten von ca. 1.500 Euro! Wer telefoniert in diesem Verein auf unsere Kosten wohin und zu welchem Zweck? Wie wärs mit Mailschreiben! Weshalb sind gewisse Ausgaben so eklatant hoch? Ca. 38.000 Euro werden für den Molloch Verwaltung etc etc aufgewendet...

In den fünf Jahren seit des Bestehen unseres Vereines kann ich mich nicht erinnern, das wir auch nur einen Cent vom KLV gesehen haben! Im Gegenteil letztes Jahr wurde eine Angleichung der Lizenz (von den Trifuzzis abgekupfert) beschlossen, das alleine gäbe schon Anlaß den ÖLV (der für diese zusätzliche Belastung (von sagenhaften 100% verantwortlich war) aufzuräumen!

Die Förderungsrichtlinien wurden verbessert. Zum Leidwesen der Outdoorathleten müssen nun mindestens zwei Kriterien erfüllt werden um in den Genuss einer Unterstützung des Verbandes zu kommen. Reichte früher noch eine Platzierung bei Meisterschaften wird nun auch noch die Zeit ins Kalkül miteinbezogen. Alles Recht und Gut, doch bei div. Cross bzw. Berglaufveranstaltungen gibt es nun mal nur "Platzierungen" der Teilnehmer! Denn Zeitlimits gibt es halt nur bei AIMS Strecken und auf der Bahn. (Es kann sein, das dies jedoch mittlerweilen wieder geändert wurde).

Wer benützt das angekaufte Material des Verbandes, das großteils in der LA Feldkirchen liegt? Weiters wäre es abzuklären wer auf der neuen Laufbahn in Klagenfurt "Trainingsberechtigt" ist! Es hat allen Anschein, das die Stadt Klagenfurt  (bzw. BIG) bewußt wieder nur einen Verein auf die Bahn setzt und diese werden dann wieder von "Externen" Gebühren einheben, damit auf unser aller Steuergeld gelaufen werden kann. Die Erhaltungskosten des Ovales sollen sich um die 60.000,-- Euro im Jahr belaufen. Kein Verein (auch nicht alle) wäre für die Instandhaltung dieses Objektes ohne die öffentlich, mildtätige Hand imstande.

Bezüglich der Einsparungen würde ich vorschlagen - Wettkampfrichter vor Ort zu akkreditieren um Fahrtkosten zu sparen. Weiters wären auch nicht gleich ein halbes Dutzend dieser helfenden Hände notwendig, bedenkt man, das bei div. Disziplinen selten mehr als eine zweistellige Teilnehmeranzahl teilnimmt. Und wie schon oben erwähnt könnte man sich die ca. 1.500 Euro Telefonkosten einsparen, so wichtig können diese Angelegenheiten nicht sein, um nicht per Mailkorrespondenz verschickt zu werden... wer telefoniert im Verband auf unsere Kosten und wieviel??? Einen genauen Einblick in die Ausgabenstatistik durfte ich nicht machen, aber ich traue mir zu, das von den ca. 38.000 Euro "Verwaltungsaufwand" einige Posten auf Eis gelegt werden könnten.

Man betrachte das kopflastige Ausgabenverhältnis 38.000 (Verwaltung) und 12.000 (Athletenzuwendung) - das ist doch eine schamlose Unverfrorenheit! Unser Vereinsbudget hat keine 10% Verwaltungsaufwand - obwohl darin alle Verbandsabgaben u. Lizenzen enthalten sind!

Zur Verbandsgebührenerhöhung möchte ich nur anmerken - das diese jeder ordentlich gemeldete Verein zu berappen hätte. Wenn dieser Betrag schon so hoch ist, würde ich Vorschlagen, das bei Abstimmungen jeder Verein (eine Stimme) gleich viel zählt ungeachtet der Mitgliederzahlen oder anderer alteingesseneren Rechte. Aber das ist nur in einer demokratisch organisierten Ebene möglich. Beim KLV laufen die Uhren eben anders. Erinnerungen an alte Zeiten werden Wach "Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit" aber dieses Los (das Ludwig dem XVI widerfahren ist - Rübe ab) wünsche ich niemandem! Aber eine Veränderung dieses starren Totengräbersystems wird unumgänglich sein!

                                      Erwin