Wie wäre es, wenn die Leichtathletik den Stellenwert bekommt, den sie genaugenommen verdienen würde?

Zuerst sollte man sich gedanken machen, über das Warum und wer solchen Organisationen beitritt. Bewegung ist aus der Sicht der menschlichen Natur "erlebenswert" und eine Förderung der körperlichen Fitness mit gleichgesinnten macht auch Spaß, egal in welchem Level man sich befindet.

Welche Zielgruppe sollte angesprochen werden. Alle - egal ob jung oder alt. Keiner sollte das Gefühl haben benachteiligt bzw. ins Eck gestellt zu werden. Menschen die sich sportlich betätigen fühlen sich nicht nur besser, sie sind auch weniger anfällig für diverse Zivilasitationskrankheiten, ein weiterer positiver Aspekt ist, das Menschen die einen besseren Bezug zu ihrem Körper haben, kritischer unsere Freßgewohnheiten unter die Lupe nehmen und auf gute Nahrung mehr wert legen. Auch das Umweltbewußtsein wird geschärft.

Ein Fast Food Junkie, Säufer oder/und Raucher kann dadurch ebenfalls von seinen nicht geraden erstrebenswerten Lastern, seinen Horizont durch Sport erweitern.

In der Regel findet man auch keine Menschen mit assozialer Tendenz in diesem Kreis.

Was also hält uns auf, viele tolle Sportarten zu protegieren und unserer Gesellschaft damit einen lebenswerten Aspekt zu geben?

Einige Gründe die dagegen sprechen wären,

die heimische Industrie wie Fast Food Ketten - Getränkehersteller - Genfraßerzeugende Betriebe - pharmazeutische Konzerne - Medien die mit negativem Infomaterial die Menschen zu tode fütternl. Desto weniger Mukis in den Füßen, desto mehr PS in den Pedalen etc. etc.

Ein großer Nachteil ist auch der gesellschaftliche Stellenwert, der den Randsportarten entgegengebracht wird.

Und hier darf man getrost vor der Haustüre kehren anfangen, unseren Verbänden!

Meist werden sie von ehemals sportbegeisterten Relikten geleitet, die so es den Anschein hat, sich das Bettchen in dem sie jahrzehnte gut geschlafen haben nur für ihre Zwecke eingerichtet zu haben.

Spesen - Spesen - Spesen und dann wirft man mit den geringen öffentlich erhaltenen Geldern wie bei Hunden einen Knochen in die Meute, diese ist dann damit beschäftigt sich um den Abfall zu streiten. Wen wunderts, das unsere Jugend dem Sport den Rücken kehrt?

Ein Beispiel gefällig: Der Kärntner Leichtathletikverband erhält ein Jahresetat von ca. 50.000,-- Euro aus dem Toto/Loto Fond. 38.000 Euro werden für Verwaltungsaufwand und anderen Unsinn verpulvert. 12.000 Euro gehen in die Bahnathletik, die zahlenmäßig gemessen an den Teilnehmern die allerletzte Stelle in der Athletik einnimt.

Weiters dürfte auch nicht unbekannt sein, das Ovalläufer nicht über Jahrzehnte ihren Sport ausüben können, da das schnelle Laufen auf der Bahn (u. Straße) die Gelenke und Sehnen sehr strapaziert. Ein nicht außer Acht zu lassender Gedanke ist auch der, das ein Topläufer gedopt sein dürfte. Ein negativer Test seitens unserer Wada heißt nichts - siehe Kohl der bis 2008 dutzendemale negativ getestet wurde, aber zu Nahrungsergänzungsmitteln immer einen positiven Bezug hatte, wie Berger & Co deto. Die zahl der Leichtathleten ist in unserem Bundesland mit ca. 3400 Mitgliedern sehr gering. Pro Jahr entfallen lt. Sportförderung ungefähr 15 Euro auf jeden Kopf.

Bei den Fußballern die gleich der Leichtathleten ebenfalls international nur in der dritten Liga geigen, werden ungemein höhere Beträge, die sich locker im 5stelligen Bereich halten, lukriert!

Alle Volksläufer (egal ob Vereinszugehörig oder nicht) sind nur Netozahler und halten diesen aufgeblasenen Proporz aufrecht.

Wenn ein Veranstalter eines sportlichen Wettkampfes eine Landes bzw. ÖM abhalten will, muß dieser dem Verband eine "Schutzgebühr" in der Höhe von 1.000 - 1.500 Euro zahlen! Ist doch idiotisch oder?

Diese Struktur läßt sich aber leider nicht aufheben, denn dafür haben unsere Relikte aus den vergangenen Tagen gesorgt.

Bei einer Abstimmung (Jahreshauptversammlung) gibt es ein Mehrheitswahlrecht - das klingt ja gut,

jedoch sind die Personen die den Verband representieren ebenfalls stimmberechtigt und nicht jeder Verein hat gleiches Stimmrecht - es gibt Vereine die haben zum Beispiel 8 Stimmen wie der KLC, die nebenbei einige Ämter im Verband innehaben und dadurch logischerweise etwas Verbandsgetreu agieren, dann gibt es Vereine wie die Road Runners oder wir (Kelag) uvm. die je eine Stimme haben. Wenn es bei einer dieser Jahreshauptversammlungen zu einer Abstimmung kommen sollte, können getrost mehr als 10 Vereine (kleine unbedeutende Vereine, wie die meisten alle sind) dagegen Stimmen. Unsere eloquente Führung bedarf nur der Gutierung eines der besser gestellten Vereine, wie die des KLCs eben. Weiters ist es leidvoll, das viele Vereinsvertreter nicht das Zeug haben DAGEGEN zu stimmen, die Gründe sind mir unverständlich. Weiters bleiben der Hauptversammlung viele kleine Vereine fern - weil man nichts ausrichten kann!

Das derzeitige Stimmrecht gehört grundlegend geändert! Unsere Verbandsvertreter sind nur für sich da - sie sollten uns Vertreten. Unsere Interessen fördern.

Sie sollten einmal in ihrem Verbandsleben von diesen unfairen Praktiken abweichen und nur Vereine mit einer Stimme zur Wahl zulassen. Vor vielen Jahrhunderten hatte die Obrigkeit so ziemlich das gleiche System! Einer sportlichen Erdrutschbewegung stünde wohl niemand im Wege, wenn man dieses System auf den Kopf stellen würde.

Warum sind die kleinen Vereine, die vom Verband mit mit Abfall gefügig gemacht werden (kleinere Zuwendungen der Vereinen), so leicht zu manipulieren? Warum soll nicht jeder gleich vom winzigem Kuchen naschen?

Wir als Verein haben im heurigen Jahr 496 Euro dem Verband (KLV + ÖLV) in den Rachen geworfen und in all den Jahren haben wir niemals auch nur einen Euro als Gegenleistung erhalten. Dafür representieren sich unsere Vertreter im Ausland für uns, wie z.B. bei den Berglaufeuropameisterschaften in SLO wo 7 Verbandsvertreter anreisten und im Gepäck hatten sie 4 Läufer mit.

An alle Vereinsverantwortlichen - ziehen wir an einem Strang - zum Wohle des Sportes und macht nicht wie schon jahrzehntelang das Buckelchen vor den honorigen Herren mit den netten akademischen Graden!

Ende des 18 Jh. verseuchten (nach heutiger Sicht Terroristen) einige Verwegene mit dem Schlachtruf

liberté, égalité, fraternité

(Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) das weltliche Bild und die Franzosen feiern noch Heute diesen Terroristenakt (sie lehnten sich gegen die Obrigkeit auf) als Nationalfeiertag.

Was die Franzosen zu wege gebracht haben, würden wir ebenfalls schaffen (gemeinsam)!

Herr und Frau Österreicher neigen stark zum Jammern und Tschentschen, aber Taten setzten sie keine, weil sie rückgratlos durchs Leben irren!

 

(am 15.10 war in der KTZ ein Bericht über Robert K. KLC und die Guillotine kam darin vor - eine sehr starke Ähnlichkeit meiner Schreibweise, ich möchte mich aber vom Köpfen distanzieren und beharre auf eine konstruktive Verbesserung der mehr als fragwürdigen Situation, die Schuld liegt eindeutig in der adeligen Bahnathletik!)

Erwin